Häufig gewählte Themen

Raum für Stille und Diskussionen Die Diakoniekirche Bergerkirche

Ein Forum des Sozialen

Die alte lutherische Bergerkirche in der Düsseldorfer Altstadt ist seit Mai 2003 eine Diakoniekirche. Die Kirche ist werktags für Andacht und Gebet geöffnet. Sie dient aber auch als Forum für neue Strategien des Sozialen: Die Diakonie in Düsseldorf feiert hier Diakoniegottesdienste, lädt ein zu Sozialvorträgen, Sozialdebatten und Sozialkongressen, bei denen das Soziale in Düsseldorf zur Sprache kommt. Außerdem ist die Diakoniekirche ein Informationszentrum über die vielfältige Arbeit der Diakonie in Düsseldorf.

Öffnungszeiten

Die Bergerkirche in der Berger Straße 18 b ist dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet und natürlich während der Veranstaltungen.

Konzerte in der Bergerkirche

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Zum Auftakt der Konzertreihe orbit: gibt Wolfgang Abendroth ein "spaciges" Improvisationskonzert und lädt zu einem musikalischen Weltraumspaziergang ein. Wie klingen die Wüsten des Merkur? Welchen Sound haben die Stürme des Jupiter? Wolfgang Abendroth ist Kantor und Organist an der Johanneskirche und künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Kammerchors und der Düsseldorfer Johanneskantorei. Im Auftrag der Diakonie hat er die neue Orgel OR\BIT in der Bergerkirche konzipiert.

 

Freitag, 23. Juli, 20 Uhr

Eintritt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro

 

Die neue Orgel der Bergerkirche

Die neue Orgel der Bergerkirche

Die neue Orgel der Bergerkirche heißt OR\BIT, entstanden aus "organ" und "binary digit". Es handelt sich um ein weltweit einzigartiges, neu erbautes Instrument: einen Synthesizer mit Orgel-Spieltisch und 3D-Surround-Sound. OR\BIT wurde von Wolfgang Abendroth konzipiert und von Kurt Dahlke programmiert, den Spieltisch baute Tobias Rehberger.

 

Bau und Programmierung der neuen Orgel hat die Stiftung van Meeteren Düsseldorf ermöglicht.

Kunst in der Bergerkirche

Gestaltung von Tobias Rehberger

Mit der Neugestaltung der Bergerkirche im Jahr 2003 hat moderne Kunst in die Kirche Einzug gehalten. Der heutige Innenraum lebt vom Rückbau der vorherigen Einbauten und der radikalen Vereinfachung auf die Grundzüge der ursprünglichen Architektur. Für die künstlerische Gesamtgestaltung konnte Tobias Rehberger gewonnen werden – international erfolgreicher Künstler und junger Professor für Bildhauerei in Frankfurt.

Altar aus Acrylglas

Blickfang in der neu gestalteten Bergerkirche ist der Altar aus weißem Acrylglas. Er ist mit anderen Kirchen in Düsseldorf über eine Standleitung verbunden – mit der evangelischen Johanneskirche, der katholischen Lambertuskirche und der griechisch-orthodoxen Agios-Andreas-Kirche. In diesen Kirchen werden über Mikrofone akustische Signale eingefangen und im Altar der Bergerkirche in verschieden helle Lichtsignale umgesetzt. So öffnet Tobias Rehberger die Bergerkirche vernetzend nach außen. Schräg über dem Altar – leicht aus der Symmetrieachse des Raumes herausgenommen – hängt eine große, permanent orange-rot leuchtende Kugellampe. Bezüge beider Raumelemente zur biblischen Lichtmetaphorik lassen sich leicht herstellen.

Vorhänge aus Filz

An den Seitenwänden hängen zwei jeweils 15 Meter lange Vorhänge aus Filz. Auf den Vorhängen sind senkrechte und waagerechte Linien und Balken aufgedruckt, die sich zu zahlreichen Kreuzen zusammenfügen und wieder auflösen.

Geschichte der Bergerkirche

1684 bis 1687

 Die lutherische Gemeinde Düsseldorfs baut die Bergerkirche und weiht sie am 31. August 1687 ein. Die Lutheraner werden in Düsseldorf lediglich geduldet. Deshalb wird die Bergerkirche eine „Hofkirche“ – ein in einen Hinterhof verbanntes Gebäude, das als Kirche nicht auffallen darf. Die Kirche wird als Saalbau mit Ziegelsichtmauerwerk in deutschen Renaissanceformen mit barocker Innenausstattung errichtet.

18. JHD bis 1943

Mehr als 200 Jahre lang wird die Kirche nur wenig verändert. 1943 wird sie Opfer der Kriegszerstörung und brennt bis auf die Mauern nieder.

1966

Erst Mitte der 60er Jahre beginnt der Wiederaufbau der Bergerkirche. Nach zweijähriger Bauzeit wird sie 1966 erneut eingeweiht. Eine Gemeinde hat die Bergerkirche zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr. Nach Fertigstellung der Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881) wurden die regelmäßigen Gottesdienste in der Bergerkirche bald eingestellt. Nur sporadisch öffnet die wieder aufgebaute Bergerkirche ihre Türen für besondere Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konzerte.

2000

Dem Projekt „Kirche in der City“ dient die Bergerkirche unter dem Titel „Labor für soziale und ästhetische Entwicklung“ zum Experimentieren mit neuen Formen. Ästhetische, soziale und gottesdienstliche Ausdrucksformen werden erprobt. Die Bergerkirche wird ein Raum für Ausstellungen, Lesungen, Performances und Sozialübungen. (Mehr Informationen: www.labor-sozial.de)

2003

Der evangelische Gesamtverband stellt die Bergerkirche der Diakonie in Düsseldorf zur Verfügung. Die Bergerkirche wird Diakoniekirche.

Ansprechpartner

Kirchengemeinden und Diakonie

Heinz Frantzmann
Platz der Diakonie 3
40233 Düsseldorf
Tel. 0211 73 53 297
Fax 0211 73 53 553
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