Sozial engagiert an der Wii-Konsole
"Ich hatte schon einen Ausbildungsplatz bei der Lufthansa sicher. Die Zeit bis dahin wollte ich sinnvoll nutzen und was machen, das anderen Menschen hilft. Ich hab mich für ein Pflegeheim entschieden. Das ist ganz anders, als viele denken. Man muss weder Bettpfannen leeren, noch irgendwelche pflegerischen Sachen machen. Im Dorothee-Sölle-Haus habe ich zum Beispiel mit den Bewohnern an der Wii-Konsole Balance-Übungen gemacht. Oder wir haben auf Google Earth geguckt, wo die Verwandten wohnen. Ich mochte die Atmosphäre im Haus. Alle waren nett und haben mich gut eingearbeitet. Ich hatte ganz normale Arbeitszeiten, auch viel Urlaub. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Wenn man mit alten Menschen arbeitet, lernt man vieles, auf das man sonst gar nicht kommen würde – einen anderen Blick auf das Leben, die Zukunft."
Benjamin, 21 Jahre, hat sich 6 Monate beim Sozialen Dienst im Diakonie-Pflegeheim Dorothee-Sölle-Hauses engagiert
Ausprobieren und Talente entdecken
"Ich wusste nicht genau, was ich machen wollte, als ich mit der Schule fertig war. Direkt in eine Ausbildung, das war mir irgendwie zu plötzlich. Erstmal wollte ich was machen, das nicht so endgültig ist. Im Freiwilligen Sozialen Jahr kann man ausprobieren, wie es ist, jeden Tag zur Arbeit zu gehen, was einem Spaß macht und was nicht, wie man mit Kollegen klarkommt und mit Vorgesetzten. Die Zeit bei der Diakonie war super. Vor allem habe ich dabei mein Organisationstalent entdeckt. Wir haben mit Seniorinnen und Senioren Kreativ-Workshops organisiert, Ausflüge in die Kunstsammlung und gemeinsame Kulturprojekte mit Kindern. Dabei lernt man richtig viel, denn man muss alles Mögliche berücksichtigen bei der Planung. Das kann man später in jedem Beruf gut gebrauchen."
Saskia, 18 Jahre, hat sich 12 Monate in einem „zentrum plus“ der Diakonie engagiert