Erik war ein aufgeweckter 9-jähriger Junge. Am liebsten ging er schwimmen und las Comic-Hefte. In der Schule fiel er nicht auf. Doch vor zwei Jahren begann er, sich zu verändern. Er wurde abweisend und aggressiv. Zweimal schwänzte er einfach die Schule.
Eriks Verhalten hatte einen Grund: Seine Mutter war psychisch erkrankt. Sie litt unter starken Ängsten, der Alltag wuchs ihr über den Kopf und sie vernachlässigte ihren Sohn. Die Lehrerin fand keinen Zugang zur Mutter und alarmierte Diakonie und Jugendamt.
Das war der Anfang für einen Neustart. Eine Sozialpädagogin der Diakonie begleitete die Familie zwei Jahre lang. Mit Eriks Mutter besprach sie die Probleme, begleitete sie bei Behördengängen, stärkte ihre Erziehungsfähigkeiten. Sie half ihr auch, wirksamere Medikamente zu bekommen. Heute kommen Erik und seine Mutter wieder sehr gut ohne die Diakonie aus.
Derzeit begleiten wir 78 Familien mit 161 Kindern in Düsseldorf, weil es ihnen vorübergehend nicht gelingt, den Familienalltag alleine zu bewältigen. Sucht, Überforderung oder Krankheit sind mögliche Gründe. Für plötzliche Notfälle, wichtige Therapiestunden und Aktivitäten mit den Kindern fehlt den Familien immer wieder das Geld.