Ein wirksames und rechtlich einwandfreies Testament zu verfassen, ist gar nicht so leicht. Viele Testamente sind so unglücklich gestaltet, dass sich Gerichte mit der Auslegung befassen müssen. Oft kann dem Willen des Erblassers nicht entsprochen werden, weil Formulierungen unverständlich oder Verfügungen falsch sind. Deshalb hier einige grundlegende Tipps:
Eigenhändiges Testament
Wenn Sie Ihr Testament eigenhändig schreiben, müssen Sie das handschriftlich tun. Das heißt, dass Sie es von Anfang bis Ende selbst von Hand schreiben. Ort und Datum sowie Ihre Unterschrift mit Vor- und Zunamen müssen enthalten sein. Bei einem gemeinschaftlichen Testament von Ehegatten müssen beide unterschreiben.
Beim Amtsgericht sicher verwahrt
Streichen Sie nichts durch. Wenn Sie einen Fehler machen, schreiben Sie besser den ganzen Text neu, so gibt es keine Missverständnisse. Eigenhändige Testamente, die in der Wohnung aufbewahrt werden, können verloren gehen. Am sichersten ist es, das Testament gegen eine kleine Gebühr in die Verwahrung des Amtsgerichtes zu geben.
Notarielles Testament
Auf der sicheren Seite sind Sie mit einem notariellen Testament. Der Notar berät Sie, klärt Sie auf und achtet darauf, dass keine formalen Fehler vorkommen. Das notarielle Testament wird beim Amtsgericht aufbewahrt. So ist sichergestellt, dass es nicht verloren geht oder vergessen wird. Es wird gerichtlich eröffnet und die Erben werden vom Amtsgericht benachrichtigt. Scheuen Sie nicht die Gebühr, die der Notar verlangt. Sie ist geringer als man denkt und Sie ersparen Ihren Erben Problem und Kosten.
Vermächtnisse
Neben dem, was Sie Ihren Erben hinterlassen, können Sie ein Vermächtnis für die Diakonie in Düsseldorf verfügen. In Ihrem Testament halten Sie dann fest, dass die Diakonie in Düsseldorf einen bestimmten Gegenstand oder einen bestimmten Geldbetrag erhalten soll. Erben oder Testamentsvollstrecker sind verpflichtet, ein Vermächtnis zu erfüllen.