
Nichts geht über die eigene Familie. Bei großen familiären Problemen gilt es aber, die Kinder zu schützen. In unseren Wohngruppen nehmen wir deshalb Kinder auf, die misshandelt wurden oder mit Verhaltens- und Lernstörungen zu kämpfen haben. Sechs bis acht Kinder wohnen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern wie in einer Familie zusammen.
Die Kinder gehen ganz normal zum Kindergarten oder zur Schule und leben ansonsten in der Wohngruppe. Dort können sie in einem geschützten Raum wieder zu sich selbst finden und Wertschätzung und Zuwendung erfahren. Mit der Familie der Kinder halten wir, soweit möglich, einen engen, konstruktiven Kontakt. Eine Rückkehr in die eigene Familie ist nicht ausgeschlossen.
Wir erziehen die Kinder, die bei uns bleiben, zu einem selbstständigen Leben. In unserer Jugendetage haben die Jugendlichen (ab 14 Jahren) noch mal eine ganz spezielle Möglichkeit. Sie können in Wohngemeinschaften gemeinsam leben, lachen und Pläne schmieden.
Willkommen sind alle Jugendlichen, die entweder aus unseren Wohngruppen kommen oder die als Teenager die eigene Familie verlassen müssen. Was sie bei uns noch lernen können, sind ganz praktische Dinge – von regelmäßigen Alltagsarbeiten wie Wäschewaschen über eine gesunde Ernährung bis hin zum Umgang mit Geld. Eben alles, was man so als Handwerkszeug braucht, um sich selbst zu versorgen. Gemeinsam mit unseren Betreuerinnen und Betreuern erarbeiten die Jugendlichen konkrete Zukunftsperspektiven.