Raum für Stille und Diskussionen Die Bergerkirche der Diakonie

Ein Forum des Sozialen

Die alte lutherische Bergerkirche in der Düsseldorfer Altstadt ist seit Mai 2003 eine Diakoniekirche. Die Kirche ist werktags für Andacht und Gebet geöffnet. Sie dient aber auch als Forum für neue Strategien des Sozialen: Die Diakonie Düsseldorf feiert hier Diakoniegottesdienste, lädt ein zu Sozialvorträgen, Sozialdebatten und Sozialkongressen, bei denen das Soziale in Düsseldorf zur Sprache kommt. Außerdem ist die Diakoniekirche ein Informationszentrum über die vielfältige Arbeit der Diakonie.

Öffnungszeiten

Die Bergerkirche in der Berger Straße 18 b ist dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet und natürlich während der Veranstaltungen.

Die Orgel der Bergerkirche

Die Orgel der Bergerkirche heißt OR\BIT, entstanden aus "organ" und "binary digit". Es handelt sich um ein weltweit einzigartiges, neu erbautes Instrument: einen Synthesizer mit Orgel-Spieltisch und 3D-Surround-Sound. OR\BIT wurde von Wolfgang Abendroth konzipiert und von Kurt Dahlke programmiert, den Spieltisch baute Tobias Rehberger.

Bau und Programmierung der neuen Orgel hat die Stiftung van Meeteren Düsseldorf ermöglicht.

Gestaltung von Tobias Rehberger

Mit der Neugestaltung der Bergerkirche im Jahr 2003 hat moderne Kunst in die Kirche Einzug gehalten. Der heutige Innenraum lebt vom Rückbau der vorherigen Einbauten und der radikalen Vereinfachung auf die Grundzüge der ursprünglichen Architektur. Für die künstlerische Gesamtgestaltung konnte Tobias Rehberger gewonnen werden – international erfolgreicher Künstler und Professor für Bildhauerei in Frankfurt.

Altar aus Acrylglas

Blickfang in der neu gestalteten Bergerkirche ist der Altar aus weißem Acrylglas. Er ist über eine Standleitung mit der evangelischen Johanneskirche und der katholischen Lambertuskirche verbunden. In diesen Kirchen werden über Mikrofone akustische Signale eingefangen und im Altar der Bergerkirche in verschieden helle Lichtsignale umgesetzt. So öffnet Tobias Rehberger die Bergerkirche vernetzend nach außen. Schräg über dem Altar – leicht aus der Symmetrieachse des Raumes herausgenommen – hängt eine große, permanent orange-rot leuchtende Kugellampe. Bezüge beider Raumelemente zur biblischen Lichtmetaphorik lassen sich leicht herstellen.

Neuerungen des Künstlers 2013

Das Element des Kreuzes wurde von Rehberger neu verwirklicht. Das zentrale christliche Symbol ist jetzt aus dem Gebäude heraus freigelegt worden - es war bereits als Kreuz des runden Fensters über dem Altar vorhanden - als Halterung eines Glasfensters, das einen Stern zeigt. Rehberger nahm den Stern weg, verlängerte die Vertikale des schlichten Fensterkreuzes in das Mauerwerk und schuf so das Kirchenkreuz der Bergerkirche. Die Beleuchtung der Kirche ist ebenfalls neu, die Vorhänge zeigen ein Ornament, das den Raum im besten Sinne gegenwärtig macht.

1684 bis 1687

Die lutherische Gemeinde Düsseldorfs baut die Bergerkirche und weiht sie am 31. August 1687 ein. Die Lutheraner werden in Düsseldorf lediglich geduldet. Deshalb wird die Bergerkirche eine „Hofkirche“ – ein in einen Hinterhof verbanntes Gebäude, das als Kirche nicht auffallen darf. Die Kirche wird als Saalbau mit Ziegelsichtmauerwerk in deutschen Renaissanceformen mit barocker Innenausstattung errichtet.

18. Jahrhundert bis 1943

Mehr als 200 Jahre lang wird die Kirche nur wenig verändert. 1943 wird sie Opfer der Kriegszerstörung und brennt bis auf die Mauern nieder.

1966

Erst Mitte der 60er Jahre beginnt der Wiederaufbau der Bergerkirche. Nach zweijähriger Bauzeit wird sie 1966 erneut eingeweiht. Eine Gemeinde hat die Bergerkirche zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr. Nach Fertigstellung der Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881) wurden die regelmäßigen Gottesdienste in der Bergerkirche bald eingestellt. Nur sporadisch öffnet die wieder aufgebaute Bergerkirche ihre Türen für besondere Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konzerte.

2000

Dem Projekt „Kirche in der City“ dient die Bergerkirche unter dem Titel „Labor für soziale und ästhetische Entwicklung“ zum Experimentieren mit neuen Formen. Ästhetische, soziale und gottesdienstliche Ausdrucksformen werden erprobt. Die Bergerkirche wird ein Raum für Ausstellungen, Lesungen, Performances und Sozialübungen. 2

2003

Der evangelische Gesamtverband stellt die Bergerkirche der Diakonie in Düsseldorf zur Verfügung. Die Bergerkirche wird Diakoniekirche.

Ansprechpartner

Heinz Frantzmann

Platz der Diakonie 3
40233 Düsseldorf
Tel. 0211 73 53 297
Fax 0211 73 53 202
E-Mail schreiben

Virtuelle Tour durch die Bergerkirche