Ein Büdchen fürs Stammhaus Kaiserswerth

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Buedchen

Der "Kiosk um die Ecke" schenkt Menschen mit Demenz Teilhabe am Alltag

Das Stammhaus Kaiserswerth liegt mitten im historischen Stadtkern von Kaiserswerth. Es wurde 1836 als weltweit erstes Diakonissen-Mutterhaus und Krankenhaus gegründet. Heute beherbergt das altehrwürdige Gebäude - umfassend umgebaut und saniert – eine Altenpflegeeinrichtung der Diakonie Düsseldorf. In den lichtdurchfluteten und großzügigen Räumen gibt es viel Platz für Geselligkeit oder für gemütliche Stunden in den eigenen vier Wänden.

Selbstständigkeit und Mobilität trotz Demenz

Die Zahl der an Demenz erkrankten Bewohner*innen in Altenpflegeeinrichtungen steigt seit Jahren an. Auch in unseren Pflegeeinrichtungen leben immer mehr demenziell veränderte Menschen: Etwa 9 von 10 Bewohner*innen sind betroffen. Die Kontinuität der Lebensbiografie ist für ihre Lebensqualität nicht zu unterschätzen. Ein hoher Grad an Wiedererkennung steigert das Wohlbefinden Betroffener und kann das Fortschreiten einer Demenz verlangsamen. Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit fördern die Zufriedenheit und ermöglichen einen würdevollen Lebensabend. Die fachliche Gestaltung des Umfeldes und die Anpassung der Umgebung an die Lebensbiografie der Betroffenen sind dabei wichtige Aspekte und können in hohem Maße dazu beitragen, die Selbstständigkeit demenzerkrankter Menschen aufrechtzuerhalten.

Wunsch nach Teilhabe

Immer wieder wird im Alltag mit demenziell veränderten Menschen das Grundbedürfnis nach Teilhabe deutlich. Kleine, selbstbestimmte Einkäufe gehören wesentlich dazu: etwas Süßes zum Kaffee, Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch, eine Zeitung oder ein Kreuzworträtselheft oder eine Tafel Schokolade für die Enkelkinder, die zu Besuch kommen – man kann doch niemanden mit leeren Händen nach Hause schicken. Besor-gungen erledigen, unterwegs Nachbarn treffen, vielleicht ein gemeinsamer Kaffee am Büdchen. Kann diesem Wunsch nicht nachgegangen werden, werden demenzkranke Menschen verunsichert, unruhig und zeigen in der Folge teils herausfordernde Verhaltensweisen. Als positiver und gesundheitsfördernder Nebeneffekt steigert der Besuch beim Büdchen den Appetit auf Durstlöscher und damit die tägliche Trinkmenge.

Ein Büdchen schenkt Lebensfreude und Kontakt

Der umliegende Kaiserswerther Markt kann mit seinem Kopfsteinpflaster und dem regen PKW- und Fahrradverkehr nur von sehr wenigen Bewohner*innen eigenständig besucht werden kann. Zusammen mit der wiederkehrenden Fragestellung: „Schwester, wo kann ich denn hier einkaufen?“ führte dies zu der Überlegung, ein eigenes „Büdchen“ im Stammhaus Kaiserswerth zu installieren. Hier soll es die Möglichkeit des selbstständigen, barrierefreien und demenzgerechten Einkaufs von Getränken, Süßwaren, Lebensmitteln und auch Medien, vorwiegend Zeitungen und Zeitschriften geben. Mit historischer Ausstattung planen wir die Anregung des Langzeitgedächtnisses durch die Verwendung altbekannter Produkte und Einrichtungsgegenstände wie eine nostalgische Kasse, Bonbongläser oder Blechschilder. Zudem soll eine Sitzecke zum Erinnern, Verweilen, Klönen und Kaffeetrinken einladen. Wichtig: das Büdchen dient nicht zur Einnahme von zusätzlichen Geldern! Alle Produkte werden zum Einkaufspreis angeboten.

Raus aus dem Zimmer – rein ins Leben!

Eine Wandgestaltung durch z.B. Foto-Tapeten des Kaiserswerther Marktes sollen zur Einkaufsatmosphäre beitragen, den visuellen Sinn, die Erinnerung, aber auch die Mobilität anregen. Viele Bewohner*innen bewegen sich nicht ausreichend. Die Folge ist das Schwinden ihrer Ressourcen. Die Einkaufsmeile fördert die Mobilität, regt zum Spazieren an und bietet eine feste Anlaufstelle und einen Treffpunkt für die Bewohner*innen. Der Wunsch nach Kontaktaufnahme und zur Gestaltung des eigenen Alltags in als sicher erlebter Umgebung sind Bedürfnisse, die auch und gerade bei demenziell veränderten Menschen stark ausgeprägt sind. Mit dem Büdchen sollen also auch demenzerkrankte Bewohner*innen Selbstständigkeit und die Möglichkeit zur Teilhabe erhalten.

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Stichwort:

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