Pressemitteilungen

Diakonie und Flüchtlingsrat:

Stadt darf Chance auf Integration nicht verpassen

Nach der gelungenen Notversorgung von vielen tausend Flüchtlingen in Düsseldorf ist aufgrund derzeit sinkender Belegungszahlen in den Flüchtlingsunterkünften nunmehr ein planbareres Vorgehen zur Förderung der Integrationsbemühungen der Flüchtlinge möglich – und nötig. Die Stadt Düsseldorf und das Land NRW müssten dabei deutlich mehr tun als bisher geplant, kritisieren die Diakonie und der Flüchtlingsrat Düsseldorf.

So sei z. B. der Personalschlüssel für die Betreuung der Flüchtlinge in den Unterkünften mit einem Verhältnis von 1:200 viel zu niedrig angesetzt. „Dabei kann der Schlüssel einfach verbessert werden, wenn bestehende Stellen nicht abgebaut werden“, fordert Markus Rottmann, Vorstand Flüchtlingsrat Düsseldorf e. V. 

Hinzu komme, dass die Migrationsberatung, die für die anerkannten Flüchtlinge zuständig sei, nicht ausreichend ausgebaut werde. In Düsseldorf leben derzeit viele Menschen in den Unterkünften, die als Flüchtlinge anerkannt sind und dort theoretisch ausziehen könnten. „Hilfe bei der Integration in den Arbeitsmarkt, Unterstützung bei Behördengängen und psychosoziale Betreuung der durch Krieg und Flucht traumatisierten Menschen ist hier dringend nötig“, sagt Nolting. „Wir dürfen diese Menschen nicht alleine lassen.“

Die Stadt wiederum setze auf Welcome Points, ohne sie in der Fläche zu fördern. Die Welcome Points – die es mittlerweile in jedem Stadtbezirk gibt – spielen eine wichtige Rolle in der Arbeit mit Geflüchteten: Sie bringen Alteingesessene und Neuzugezogene zusammen. So kommt die ehrenamtliche Hilfe zur Integration dort an, wo sie gebraucht wird: im Stadtteil selbst.   

„Die bewährte Zusammenarbeit zwischen Wohlfahrtsverbänden, Stadt und Zivilgesellschaft sollte jetzt trotz Sparauflagen auf ein solides Fundament gestellt werden“, fordern Diakonie und Flüchtlingsrat. „Denn das wird sich in der Zukunft mehr als bezahlt machen.“

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