dialog No. 3 Berührung

dialog No. 03 Berührung

Als wir uns für dialog No. 3 für das Thema „Berührung“ entschieden haben, war Corona noch ganz weit weg. Ausgewählt haben wir das Thema also nicht wegen Corona, sondern weil wir über einen Zweispalt nachdenken wollten, der uns in der Arbeit mit Menschen und als Gesellschaft beschäftigt: Auf der einen Seite scheint die Vorsicht im Umgang mit Berührung in der Gesellschaft zuzunehmen, auf der anderen Seite ist es aber für uns eine alltägliche Selbstverständlichkeit in den Kindertagesstätten, im Pflegeheim oder in der Jugendhilfe, Menschen zu berühren und berührt zu werden.

Mitte März mussten wir die meisten unserer Einrichtungen wegen des Virus schließen oder den Zugang stark einschränken – viele Texte für dieses Magazin waren da bereits geschrieben. Wir haben intensiv darüber diskutiert, ob wir das Erscheinungsdatum des Magazins verschieben oder das Thema aufgeben sollten. Wie Sie sehen, haben wir uns dagegen entschieden. Und so finden Sie im Magazin jetzt eine Mischung aus Corona unabhängigem Nachdenken und durch die Erfahrung der Corona-Krise geprägten Texten. Denn aus unserer Sicht liegt hier auch ein Hinweis auf die Zukunft, in der wir sicher anders – aber eben nicht ganz anders mit Berührungen umgehen werden.

Der unmittelbare Kontakt, der in einer Berührung liegt, ist eine wunderbare Möglichkeit, Gefühle auszudrücken und Nähe zu zeigen. Sich das nicht aus Sorge oder aufgrund negativer Vorerfahrungen nehmen zu lassen, muss ein Ziel unseres Miteinanders sein. Über den Weg zu einer positiven Selbstverständlichkeit wird in dialog No. 3 nachgedacht. 

Ansprechpartnerin

Anne Wolf
Platz der Diakonie 3
40233 Düsseldorf
Telefon 0211 73 53 204
Fax 0211 73 53 291
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