Besondere Pflege für besondere Menschen

Unser Fachbereich Intensivpflege

Ein Wachkomapatient und seine Pflegerin

Unser Fachbereich Intensivpflege für Koma-Patient*innen im Joachim-Neander-Haus

Menschen im Wachkoma, mit Langzeitbeatmung oder Tracheostoma brauchen besondere Pflege und Betreuung. Das Joachim-Neander-Haus bietet diese spezifische Kompetenz in seinem Fachbereich Intensivpflege an.

Wir kümmern uns als examiniertes und multiprofessionelles Team um 20 Bewohner*innen. Unsere Mitarbeitenden haben die unterschiedlichsten Zusatzqualifikationen – z.B. in außerklinischer Beatmung, Intensivpflege, Basaler Stimulation, Bobath-Konzept, Wahrnehmungstraining, Snoezelen, Atem- und Entspannungstechniken und Kinästhetik. So sorgen wir für eine an den individuellen Bedürfnissen orientierte Versorgung von Wachkoma-, Langzeitbeatmungs- und Tracheostoma-Patient*innen – mit oder ohne Bewusstseinsstörung.

Alle Sinne ansprechen

Was die Bewohner noch können, möchten wir ihnen bewahren oder es sogar verbessern: Wir fördern gezielt ihre Bewegung und Sinneswahrnehmung, trainieren die Kau- und Schluckfähigkeit sowie die Fähigkeit, zu kommunizieren. Durch kontrolliert stimulierende Behandlung und verschiedenste Rituale versuchen wir, Kontakt zu unseren Bewohnern aufzunehmen. Dabei beobachten und dokumentieren wir systematisch ihren Zustand und ihre Entwicklung. So können wir weiterführende Maßnahmen empfehlen und einleiten.

Entspannung und Aktivität

Wir bemühen uns, unseren Bewohner*innen eine Wohn- und Lebenswelt zu schaffen, in der sie medizinisch bestens betreut werden und sich gleichzeitig wohl und zuhause fühlen. Von jedem unserer Zimmer kann man in den Garten schauen, der gesamte Wohn- und Außenbereich ist ebenerdig und barrierefrei. Wir gestalten jeden Raum so persönlich wie möglich, um eine vertraute und liebevolle Atmosphäre zu schaffen. Dabei knüpfen wir an die Vergangenheit jedes einzelnen Menschen an, berücksichtigen seine Biografie, seine bisherigen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten. Unser Team sorgt für eine ruhige und stressfreie Stimmung und versucht gleichzeitig, so viel Alltag wie möglich herzustellen.

Angehörige als vertrauensvolle Partner

Wir beziehen Angehörige und nahestehende Menschen, wenn dies möglich ist, gerne in die Pflege, Betreuung und Therapie ein: Sie können uns hilfreiche Informationen zu Vorlieben und Abneigungen unserer Patient*innen geben und damit für Vertrautheit und Kontinuität sorgen. Und wir lassen die Angehörigen in dieser belastenden Lebenssituation nicht alleine, sondern versuchen ihnen Mut, Unterstützung und Kraft zu geben.

Wir sind da für Menschen da, 

  • die sich im Zustand des Wachkomas in der Phase F befinden
  • die langzeitbeatmet werden, mit und ohne Bewusstseinsstörungen
  • die tracheotomiert werden

 

Wir bieten folgende Leistungen an

  • eine intensive Betreuung rund um die Uhr
  • die notwendige medizinische Behandlung
  • individuelle Grund- und Behandlungspflege, Prophylaxe und Therapie: aktivierend, unterstützend und erhaltend
  • Vermeidung sekundärer Komplikationen (z.B. Kontrakturen, Dekubitus, Infektionen)
  • gezielte Erhaltung und Verbesserung des Funktionszustandes sowie Förderung der Mobilität und Kommunikationsfähigkeit
  • Stimulierung und Förderung des emotionalen und sozialen Erlebens
  • Ermittlung und Förderung von Rehabilitationspotenzialen
  • Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie
  • basale Stimulation und Bobath-Konzept
  • Wahrnehmungstraining und Kinästhetik
  • Kunst-, Musik-, Aroma- und Tiertherapie
  • Atem- und Entspannungstechniken
  • eine intensive Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, Reha-Einrichtungen, Therapeuten, Sanitätshäusern und Krankenhäusern

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