Pressemitteilung

Gefahren der Sommerhitze: Wohnungslose Menschen nicht vertreiben

Schattenplätze können Leben retten 

Es ist heiß geworden in Düsseldorf. Wer kann, bleibt in klimatisierten Räumen, trinkt viel und schützt sich draußen mit passender Kleidung und Sonnencreme. Für wohnungslose Menschen ist all das schwierig. Die Diakonie Düsseldorf versorgt sie deswegen mit dem Nötigsten – und ruft auf, diese Menschen von Schattenplätzen und kühleren Aufenthaltsorten nicht zu vertreiben.

„Kalter Tee, Wasser zum Mitnehmen, luftige Bekleidung, Sonnenmützen und Sonnencreme, leichteres Schuhwerk.“ Clarissa Schruck, Leiterin der Tagesstätte Horizont der Diakonie zählt auf, was sie alles aus Spendenmitteln für ihre Klientinnen und Klienten besorgt hat. Auch beim Streetwork versorge man die wohnungslosen Menschen entsprechend. „Und natürlich sind unsere drei Tagestätten wichtige Schutzräume gegen die sengende Sonne.“

Ein Vorteil sei, dass viele wohnungslose Menschen wegen der Corona-Pandemie in Hotels statt in Notschlafstellen untergebracht seien, denn dort könnten sie auch den Tag über bleiben. Trotzdem gebe es viele, die draußen unterwegs seien. „Und da ist unser Appell, diesen Menschen den Aufenthalt an Schattenplätzen, in Unterführungen oder U-Bahn-Höfen zu ermöglichen. Im äußersten Fall kann ein Schattenplatz lebensrettend sein.“

Wer hilflose Personen sieht, wendet sich am besten an die Polizei, das Ordnungsamt oder die Notrufnummer 112. Auch die drei Tagesstätten der Diakonie Düsseldorf, Horizont an der Neusser Straße, café pur am Mintropplatz und Shelter in der Altstadt sind immer ansprechbar. Wer direkt helfen will, kann wohnungslosen Menschen beispielsweise Wasser kaufen oder frisches Obst.

Die Diakonie Düsseldorf freut sich natürlich auch weiterhin über Spenden, um alle Menschen mit Sonnenschutz und anderen Utensilien zu versorgen: Mehr dazu unter spenden.diakonie-duesseldorf.de