Engagement in der Arbeitszeit

Mitarbeitende von Janssen richten Frühstück für wohnungslose Menschen aus

Gesund und lecker

Peter betritt gut gelaunt den Aufenthaltsraum des Shelters, einer Tagesstätte der Diakonie für wohnungslose Menschen in der Altstadt. Der 68-Jährige muss mit wenig Geld im Leben zurechtkommen. Doch einen Euro für das Gesunde Frühstück im Shelter hat er immer in der Tasche. „Das Frühstück im Shelter ist richtig gut, wie in einem Hotel“, findet Peter und lässt den Blick zufrieden über die Platten mit Aufschnitt, die Körbe voller Vollkornbrötchen und die Schalen mit Joghurt, frischem Obst oder Gemüse schweifen. „Ich selbst könnte mir so etwas gar nicht zubereiten.“ Wenn Peter kein Geld hat, bekommt er das Frühstück wie alle anderen auch kostenlos. „Tatsächlich zahlen die Menschen aber gerne einen kleinen symbolischen Betrag dafür“, erläutert Kai Lingenfelder, Projektverantwortlicher bei der Diakonie, das System. „Sie fühlen sich dadurch als Gast ernstgenommen.“

Dass die wohnungslosen Menschen sich im Shelter verwöhnen lassen und sich auch einmal selbst etwas Gutes tun können, hat das Forschende Pharmaunternehmen Janssen möglich gemacht. Seit 2016 unterstützt das im benachbarten Neuss ansässige Unternehmen das Leuchtturm-Projekt gesund.zeit.raum der Diakonie Düsseldorf, das sich der ganzheitlichen Versorgung von wohnungslosen und anderer in Armut lebenden Menschen widmet. Janssen hilft dabei nicht nur mit finanziellen Spenden, sondern ganz praktisch im Rahmen von Corporate Volunteering-Aktivitäten. Das Ausrichten des Buffets mit lauter gesunden Sachen im Shelter einmal in der Woche ist eine davon. 

Wertschätzung, die beflügelt

Punkt 8 Uhr geht es los. An diesem Donnerstag haben sich Michael Schmidt (Diakonievorstand), Markus Hardenbicker (Director Communication & Public Affairs und Mitglied des Management Boards von Janssen Deutschland) und Oliver Targas (Abteilungsleiter Beratung und soziale Integration) im Shelter eingefunden, um das Frühstück gemeinsam vorzubereiten. Während die drei Männer noch Obst und Gemüse schälen und in mundgerechte Stücke schneiden, schauen immer wieder wohnungslose Menschen im Aufenthaltsraum vorbei. Meist eigentlich nur, um den Helfer*innen von auswärts kurz bei der Arbeit über die Schulter schauen. Doch häufig entwickeln sich daraus auch Gespräche, für die sich die Volunteers des Unternehmens immer gerne Zeit nehmen. Egal, ob es nun ums Wetter oder ernstere Dinge wie das Leben auf der Straße geht. „Im Rahmen des Gesunden Frühstücks erfahren die wohnungslosen Menschen durch die Mitarbeitenden von Janssen eine Wertschätzung, die ihnen auf der Straße nur selten begegnet“, lobt Michael Schmidt das offene Ohr der Volunteers. „Das kann regelrecht beflügeln.“ 

Eine wertvolle Erfahrung

Auch die Mitarbeitenden von Janssen Deutschland profitieren von der Kooperation. „Der Schutz und die Verbesserung der Gesundheit möglichst vieler Menschen ist für uns als forschendes Pharmaunternehmen fest in unserem Credo verankert. Das Engagement für das Projekt gesund.zeit.raum ist für meine Kolleg*innen und mich jedes Mal aufs Neue eine unschätzbar wertvolle Erfahrung“, beschreibt Markus Hardenbicker das Projekt. „Alle Mitarbeitenden, die sich hier engagieren möchten, können dies während ihrer Arbeitszeit tun. Wir unterstützen diesen persönlichen Einsatz für die Gesellschaft ausdrücklich.“ 

Gegen 9 Uhr ist das Buffet fertig angerichtet, aber der Tag im Shelter für Markus Hardenbicker, Oliver Targas und Michael Schmidt noch lange nicht vorbei. Bis 11 Uhr haben sie noch Thekendienst, füllen Teller mit Vollkornbrötchen, Aufschnitt und viel gesundem Gemüse, schenken Kaffee aus und nehmen sich Zeit für die Gäste. Auch für Peter, der mit der Arbeit der auswärtigen Helfer mehr als zufrieden ist. „Es ist einfach immer schön hier zu sein. Alle sind sehr nett“, sagt er. Und so wird der 68-Jährige auch für die nächste Woche wieder einen Euro zurücklegen und Punkt 9 Uhr vor dem Aufenthaltsraum des Shelter warten, wenn es heißt: „Hereinspaziert zum Gesunden Frühstück.“ 

Übrigens: Während der Corona-Zeit musste das Engagement des Unternehmens vor Ort teilweise ruhen. Doch bereits im Juli 2022 konnte das monatliche Beratungs-Angebot „Frag den Doc“ wieder aufgenommen werden. Das freut insbesondere die zahlreichen Mediziner*innen und Apotheker*innen bei Janssen, die dieses Projekt mit viel persönlicher Zeit, Kompetenz und Herzblut unterstützen. 
 

Sie möchten sich als Unternehmen engagieren?