Gemeinwohl-Ökonomie

Die Diakonie ist Teil einer weltweiten Bewegung

Die Diakonie Düsseldorf ist Teil der Gemeinwohl-Ökonomie (kurz: GWÖ). Mit dem Beitritt ist sie Teil einer Bewegung, der sich seit über zehn Jahren Unternehmen, Organisationen und Institutionen weltweit anschließen. Ihr Ziel: Eine Wirtschaft, die sich an Gemeinwohl-Streben und Kooperation misst, statt an Finanzkennzahlen.

Mit dem Beitritt haben sich alle Bereiche und Einrichtungen der Diakonie Düsseldorf dazu verpflichtet, ihren Teil zur Erreichung der GWÖ-Ziele beizutragen. Als ersten konkreten Schritt erarbeitet die Diakonie jetzt eine Gemeinwohl-Bilanz.

Warum kümmern wir uns um das Thema?

Die Ausbeutung von Natur und Menschen zur Maximierung von Profiten führt die Menschheit in Krisen von bisher ungeahntem Ausmaß: Natur wird unwiederbringlich zerstört, viele Menschen verlieren Lebensgrundlage, Gesundheit, Freiheit. Nur wenige profitieren.

Für diese Entwicklung tragen wir alle Verantwortung, auch die Diakonie. Denn trotz aller Anstrengungen wirtschaften wir noch nicht in allen Bereichen so nachhaltig und sozial, wie es uns möglich ist.

Was ist die Gemeinwohl-Ökonomie?

Die bürgerschaftliche Bewegung der GWÖ entstand 2010 in Österreich und breitet sich seither über Deutschland und Europa sowie in den USA, Lateinamerika und in Afrika aus.

Ihre Idee beschreibt eine alternative Wirtschaftsordnung zu Kapitalismus und Kommunismus. Sie versteht sich als liberale und ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation.

Dass sich die Diakonie Düsseldorf dabei für den richtigen Weg entschieden hat, bestätigte auch das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung (EWDE). In seinen Leitlinien zur Nachhaltigkeit empfiehlt es ausdrücklich die Gemeinwohl-Bilanz – und damit die GWÖ – als anerkanntes und erprobtes Mittel, um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen.

Wieso erstellt die Diakonie eine Gemeinwohl-Bilanz?

Für Unternehmen, aber auch Hochschulen, Gemeinden und andere Organisationen besteht die Möglichkeit, eine Gemeinwohl-Bilanz (GW-Bilanz) zu erstellen. Diese misst Erfolg zuerst am Beitrag zum Gemeinwohl – zu Menschenwürde, Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit, demokratischer Mitbestimmung und Transparenz – nicht wie bisher am Finanzgewinn. Maximal können auf diese Weise 1.000 Gemeinwohl-Punkte erreicht werden und das Ergebnis ist über alle Branchen, Rechtsformen und Unternehmensgrößen vergleichbar.

Wie erstellt die Diakonie die Gemeinwohl-Bilanz?

Die Diakonie Düsseldorf hat sich im Sinne möglichst großer Transparenz dazu entschieden, dass möglichst viele ihrer Mitarbeitenden an der Erstellung der Bilanz mitwirken. Das ist zwar aufwendig, führt aber den Grundgedanken der GWÖ konsequent weiter und sorgt später für große Akzeptanz. In einer Reihe von Workshops werden Mitarbeitende aus allen Einrichtungen die Grundlage für diese erste Bilanz legen.

Was passiert nach der Erstellung der Gemeinwohl-Bilanz?

Die GWB ist für die Diakonie Düsseldorf der Ausgangspunkt für die weitere strategische Entwicklung der Gesamtorganisation. Schon bei der Arbeit an der Bilanz werden erste Ansatzpunkte und Themen für die künftige Arbeit sichtbar werden. Damit sich dieser Prozess schnell und erfolgreich fortsetzt, hat der Vorstand der Diakonie bereits ein eigenes Budget vorgesehen. Künftig wird die Diakonie Düsseldorf die GWB alle zwei Jahre rückblickend erstellen. So dokumentiert sie ihre Fortschritte und ermöglicht die kontinuierliche zielgerichtete Verbesserung.