Pressemitteilung

Wege aus der Einsamkeit

Düsseldorf, 18. Juni

Projekt von Diakonie und Rotary Clubs für ältere Menschen in Heerdt
 

Da ist der ältere Herr, für den nach dem Tod seiner Frau der Pflegedienst der einzige soziale Kontakt ist. Die alte Dame, die nach einem Oberschenkelhalsbruch so wenig mobil ist, dass sie nicht mehr aus dem Haus kommt. Die Gründe, warum ältere Menschen soziale Kontakte verlieren und vereinsamen, können ganz unterschiedlich sein.

In Düsseldorf-Heerdt gibt es seit einem Jahr ein besonderes Projekt gegen die Alterseinsamkeit. Mit Hilfe von Spenden der Rotary Clubs Düsseldorf Schlossturm und Düsseldorf Süd bekommen ältere Menschen im Diakonie-Projekt „Wege aus der Einsamkeit“ jetzt Unterstützung. Projektkoordinatorin Ulrike Karpa besucht diese Menschen und begleitet sie bei Schritten hinaus aus der Einsamkeit. Die Kontakte kommen beispielsweise über Pflegedienste, Ärzte oder Sozialdienste zustande, aber auch Nachbarn oder die Menschen selbst melden sich bei der Diakonie.

So unterschiedlich die Gründe für die Einsamkeit sind, so unterschiedlich können auch die Wege hinaus sein. „Bei manchen Menschen geht es erst einmal um ganz grundlegende Sachen: Wie komme ich an Unterstützung im Haushalt? Oder: Wie komme ich zur Ärztin oder zum Physiotherapeuten? Da hilft es dann sehr, dass wir von den Spenden auch mal ein Taxi bezahlen können“, erzählt Ulrike Karpa. Auch bei der Nutzung digitaler Angebote, etwa bei der Erledigung von Online-Anträgen, unterstützt Ulrike Karpa. Sie macht den Menschen darüber hinaus auch Mut, Angebote in der Umgebung wahrzunehmen – etwa im zentrum plus oder in der Kirchengemeinde, und unterstützt dabei, wie die Menschen dort hin- und ankommen.

Von großer Bedeutung ist die Tatsache, dass da einfach jemand ist, der vorbehaltlos zuhört, nichts verkaufen will und individuell mit den älteren Menschen überlegt, was wirklich weiterhilft.

„Gemeinschaft endet nicht im Alter. Deshalb unterstützen wir Menschen dabei, auch im Alter Teil einer Gemeinschaft zu bleiben“, sagt Arnd Denkhaus vom Rotary Club Düsseldorf Süd. „Mich beeindruckt an diesem Projekt, dass es nicht nur Hilfe organisiert, sondern echte Begegnungen schafft. Es klopft im wahrsten Sinne des Wortes an Türen und zeigt den Menschen: Du bist nicht allein.“

Harald Felnzen vom Rotary Club Düsseldorf Schlossturm ergänzt: „Alterseinsamkeit betrifft tagtäglich einige tausend Düsseldorferinnen und Düsseldorfer in unserer Stadt. Hier helfen unsere beiden rotarischen Clubs, gemeinsam mit der Diakonie, unmittelbar für mehr Freude, soziale Kontakte und Lebensmut, im Sinne unserer humanitären rotarischen Ziele."

Pressetext als pdf zum Download

Bildmaterial

Bild v.l.:
Margit Risthaus, Koordinatorin zentren plus, Diakonie Düsseldorf
Ulrike Karpa, Projektkoordinatorin „Wege aus der Einsamkeit“
Harald Felzen, Rotary Club Düsseldorf Schlossturm
Arnd Denkhaus, Rotary Club Düsseldorf Süd
 

Foto: Diakonie Düsseldorf

verwendbar bis: 18. Juni 2027
 

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