Pressemitteilung

Besondere Eltern für besondere Kinder gesucht

Düsseldorf, 13. März 

Wie Erziehungsstellen traumatisierten Kindern Halt geben 
 

Auch im Oberbergischen Kreis müssen immer wieder Kinder aufgrund schwieriger familiärer Situationen in Obhut genommen werden. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Pflegefamilien seit Jahren ab. Groß ist auch der Mangel an sogenannten Erziehungsstellen, Pflegefamilien, die bereit und qualifiziert sind, besonders belastete Kinder aufzunehmen und ihnen ein stabiles Zuhause zu bieten.

„Die sogenannten Erziehungsstellen kommen zum Einsatz bei Kindern, die in ihrem kurzen Leben schon viel durchgemacht haben, etwa Gewalt erlebt haben, Beziehungsabbrüche oder vernachlässigt wurden“, erläutert Anne Lange, Teamleitung Erziehungsstellen der Diakonie Düsseldorf, das Konzept. „Diese Kinder zeigen oft Verhaltensweisen, die schwer zu verstehen sind, und profitieren von Pflegeeltern, die mit diesen Verhaltensweisen umzugehen wissen.“ Die Diakonie Düsseldorf als großer Träger vermittelt und begleitet Pflegeeltern auch überregional mit Außenstellen wie der in Gummersbach.

Als Erziehungsstelle haben Pflegeeltern deshalb in der Regel eine pädagogische Ausbildung, langjährige pädagogische Erfahrung oder sie sind bereit, sich entsprechend zu qualifizieren. Pflegeeltern, die sich diese Aufgabe zutrauen, sind nicht auf sich allein gestellt. „Als Fachberatung sind wir immer für die Pflegeeltern da: Wir unterstützen unter anderem in Krisensituationen und beraten zu Fragen aus dem pädagogischen Alltag. Darüber hinaus bieten wir Fortbildungen an“, fügt Anne Lange an. „Außerdem fördern wir mit Festen und Aktionen den Austausch der Erziehungsstellen untereinander.“

Derzeit unterstützt die Außenstelle im Oberbergischen Kreis 17 Erziehungsstellen-Familien mit 26 Kindern bei der herausfordernden Tätigkeit. Nach wie vor ist die Zahl der Kinder, die in Obhut genommen werden, hoch. „Es zeichnet sich eine eher steigende Tendenz ab. Die Kluft zwischen Bedarf und Angebot wird zunehmend größer. Plätze zur Unterbringung werden dringend gesucht“, sagt Boris Wellssow, Leitung des Zentrums Pflegekinderhilfe der Diakonie Düsseldorf. „Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen.“

Interessierte, die mehr über die Tätigkeit als Erziehungsstelle wissen möchten, können einen Termin zu einem persönlichen Gespräch vereinbaren unter Mail an anne.lange@diakonie-duesseldorf.de oder unter Telefon 0162 2 63 98 82. 

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Als Erziehungsstelle haben Pflegeeltern in der Regel eine pädagogische Ausbildung, langjährige pädagogische Erfahrung oder sie sind bereit, sich entsprechend zu qualifizieren. Pflegeeltern, die sich diese Aufgabe zutrauen, sind nicht auf sich allein gestellt.
 

Screenshot: Pflegekinderfilm/Alex Felder 

verwendbar bis: 13. März 2027
 

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